Aktuell

Wir sind jetzt anerkannter Inklusionsbetrieb

Seit dem 1. April ist es offiziell: Das Nudelhaus ist ein staatlich anerkannter Inklusionsbetrieb. Ein bedeutender Schritt – und gleichzeitig die konsequente Weiterentwicklung dessen, was uns schon seit vielen Jahren ausmacht. Denn Inklusion ist für uns nichts Neues. Sie ist von Anfang an Teil unserer Geschichte. Und gemeinsam wollen wir auch in Zukunft erfolgreich sein!

Aus einer Idee wurde eine Haltung
Die Errichtung der Manufaktur Nudelhaus war die konsequente Umsetzung der Bedarfe der Menschen, die im ehemaligen Lebenshaus des Vereins „Nudelhaus Lebenshaus Gemeinschaft für soziale Integration e.V.“ nahezu 40 Jahre lang betreut wurden. So entstanden Arbeitsplätze, die sich bis heute an den Menschen orientieren, an ihren Fähigkeiten und ihrem individuellen Tempo. Ein Ort, an dem nicht Defizite im Vordergrund stehen, sondern Stärken.

Heute gehen wir diesen Weg entschieden weiter: Mit der Anerkennung als Inklusionsbetrieb bekennen wir uns klar zu unserem sozialen Auftrag und schaffen gezielt weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps. Künftig werden zwischen 30 und 50 % unserer Stellen von Menschen mit Behinderung besetzt – sozialversicherungspflichtig und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
Damit sind wir der einzige Inklusionsbetrieb in den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil.

Warum wir tun, was wir tun
Wir arbeiten gemeinnützig, weil wir überzeugt sind: Arbeit ist weit mehr als nur Erwerbstätigkeit. Sie sichert den Lebensunterhalt, schafft Struktur im Alltag, ermöglicht soziale Kontakte, fördert Selbstwert, Anerkennung, Akzeptanz sowie gesellschaftliche Teilhabe. Arbeit gibt Menschen einen Platz – und eine Stimme.

Wer bei uns arbeitet
Im Nudelhaus arbeiten Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, mit kognitiven Auffälligkeiten oder mit besonderen sozialen Herausforderungen. Menschen, die oft keinen Platz finden – bei uns aber eine echte Chance bekommen. Menschen werden nach ihren Fähigkeiten gezielt eingesetzt und am jeweiligen Arbeitsplatz fachlich und kompetent begleitet. Diversität findet Wertschätzung – Inklusion ermöglicht gleichberechtigte Teilhabe.

Qualität, die überzeugt
Unser sozialer Anspruch allein reicht nicht – wir wollen auch mit unseren Produkten begeistern. Deshalb stehen unsere Nudeln, Soßen, Gebäcke und weiteren Spezialitäten für höchste Qualität, regionale Herkunft und echte Handwerkskunst.
Das Nudelhaus ist eine echte Manufaktur! Wir verwenden ausschließlich ausgewählte Zutaten und verzichten konsequent auf Zusatzstoffe.

Ein starkes Zeichen – gemeinsam mit Ihnen
Unsere Anerkennung als Inklusionsbetrieb ist ein Meilenstein. Aber sie ist auch eine Einladung: an unsere Kundinnen und Kunden, Partner und alle Interessierten, diesen Weg mit uns weiterzugehen. Denn jede Entscheidung für unsere Produkte ist auch eine Entscheidung für mehr Teilhabe, mehr Menschlichkeit und eine Arbeitswelt, die niemanden ausschließt.
Wir freuen uns, dass Sie Teil davon sind und uns unterstützen. Und noch mehr freut es uns, diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam zu gehen.

Nudelhaus

Integration leben

Das »Nudelhaus« – ein soziales Projekt. Es ist ein Zweck- und Wirtschaftsbetrieb des Vereins »Nudelhaus Lebenshaus Gemeinschaft für soziale Integration e.V.«, in
dem Menschen mit Handicaps eine Teilhabe am Arbeitsleben auf dem allemeinen Arbeitmarkt ermöglicht wird und trägt so zu deren Existenzsicherung und Akzeptanz in unserer Gesellschaft bei.

Als Inklusionsbetrieb produziert und vertreibt das Nudelhaus hochwertige Nudelprodukte, Frischwaren und Lebensmittel mit dem Ziel wirtschaftlichen Handelns, um die gesteckten Ziele zu erreichen.

Der gemeinnützige Verein wird unterstützt von Mitgliedern, Freunden und Förderern und verschiedenen Stiftungen.

Entstanden ist das Nudelhaus aus dem anfänglichen Wunsch, eine eigene Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen, in der auf die
Fähigkeiten und Bedürfnisse der Mitarbeiter Rücksicht genommen werden kann. Zu diesem Zweck
wurde 1992 ein weiteres Gebäude in Trossingen gekauft und zum »Nudelhaus« ausgebaut. Bewusst
wurde nach einer Produktionsweise gesucht, bei der noch viel Handarbeit anfällt. Zu Beginn konnten zwei
Mitbewohner des Lebenshauses beschäftigt werden, inzwischen hat sich die Anzahl der Mitarbeiter
auf über 30 erhöht.

Willi Haller, Manager und Mitbegründer des Nudelhauses sowie Autor des Buchs »Die heilsame
Alternative « (Hammer Verlag) war davon überzeugt, dass neben der komplexen und hoch
automatisierten Massenproduktion eine relativ arbeitsintensive mittelständische Wirtschaft ihren
Platz haben muss, in der versucht wird, anderen Gesetzmäßigkeiten zu gehorchen. Dazu gehört die
bewusste Beschränkung auf regionale Märkte, sowie die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des
Menschen und seiner natürlichen Umwelt, um auch den kommenden Generationen ein
menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Nach dem Motto: »Small is beautiful« (E.F.Schumacher).

» Das macht es notwendig über heilsame Alternativen
nicht nur nachzudenken, sondern sie auch im Kleinen
zu verwirklichen. «

Willi Haller

Unsere Ziele und Visionen

  • Eröffnung neuer Verkaufsstellen
  • Erweiterung des Produktsortiments

Sie wollen unsere Arbeit unterstützen, damit wir der Schaffung von inklusiven Arbeitsplätzen ein Stück näher kommen können? Dann können Sie Mitglied im Verein werden oder eine Spende tätigen.

zum Lebenshaus

Unsere Belegschaft

Die gut 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nudelhaus arbeiten zusammen in der Produktion,
Herstellung, Verpackung und Administration der Manufaktur, in der das meiste in Handarbeit
gefertigt wird.

Teigherstellung

Ravioliherstellung

Abfüllen frischer Soßen

» Manchmal sollte man
sich statt Sorgen,
lieber Nudeln machen. «

Die Produktion

Wir produzieren täglich eine große Auswahl an traditionellen, innovativen und mediterranen
Feinkostartikeln. Diese werden in unserer eigenen Produktion in Handarbeit gefertigt und verpackt.
Wir achten bei den Zutaten besonders darauf, dass diese aus regionalen Gebieten stammen und unseren Qualitätsansprüchen gerecht werden.

Aus kontrolliertem biologischen Anbau erhalten Sie bei uns verschiedene Nudelsorten, Gebäcke,
Pestos als Brotaufstrich und natives Olivenöl aus Italien.

Der Beirat

Unser Beirat – Erfahrung, Perspektiven und Impulse

Seit Ende 2024 begleitet uns ein engagierter Beirat, der unsere Arbeit sowie die Verantwortungsträgerinnen und -träger in ihrer Leitungsaufgabe unterstützt. Sein Ziel ist es, uns dabei zu helfen, unseren Auftrag sowohl wirtschaftlich als auch pädagogisch verantwortungsvoll und zukunftsorientiert zu erfüllen.

Warum ein Beirat?

Die gesellschaftlichen und strukturellen Herausforderungen in unserem Arbeitsfeld sind in den letzten Jahren stetig gewachsen. Inmitten wachsender Anforderungen ist es uns ein großes Anliegen, unsere Arbeit regelmäßig zu reflektieren, weiterzuentwickeln und neue Perspektiven einzubeziehen. Der Beirat bietet uns dafür einen wichtigen Raum – als beratendes Gremium, das unabhängig, wohlwollend kritisch und konstruktiv auf unsere Organisation blickt.

Multiprofessionell und erfahren

Besonders wertvoll ist für uns die vielfältige Zusammensetzung des Beirats: Unterschiedliche berufliche Hintergründe, fachliche Expertisen und persönliche Lebenserfahrungen fließen in die gemeinsame Arbeit ein. Diese Multiprofessionalität sorgt dafür, dass wir in unseren Überlegungen breiter aufgestellt sind – und dass wir Rückmeldungen, Impulse und Know-how erhalten, die unsere Perspektive erweitern und unsere Arbeit bereichern.

Arbeitsweise und Themenschwerpunkte

Der Beirat tagt drei- bis viermal im Jahr. Die Treffen dienen dem offenen Austausch, der Rückschau auf Entwicklungen, dem gemeinsamen Nachdenken über anstehende Entscheidungen sowie dem Blick in die Zukunft. Themen können dabei unter anderem sein:

  • Fragen der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und Weiterentwicklung
  • pädagogische Ausrichtung
  • strategische und strukturelle Weiterentwicklungen
  • gesellschaftliche Trends und deren Relevanz für unsere Arbeit
  • neue Projekte und deren Machbarkeit

Dabei verstehen wir den Beirat nicht als Kontrollorgan, sondern als kritischen Freundeskreis im besten Sinne – beratend, unterstützend, ideenreich.

Ehrenamtliches Engagement mit Wirkung

Alle Mitglieder des Beirats engagieren sich ehrenamtlich. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass sie ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Erfahrung in unsere Organisation einbringen. Diese Form der freiwilligen, professionellen Unterstützung ist für uns ein großes Geschenk – und ein wichtiger Baustein für nachhaltige, gute Entwicklung.

Gemeinsam weiterdenken

Wir sind sehr dankbar für die vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit mit unserem Beirat. Die Offenheit für Rückmeldungen, die Bereitschaft zum Weiterdenken und die Lust auf Entwicklung zeichnen dieses Gremium aus. Gemeinsam mit unseren Beiratsmitgliedern möchten wir auch in Zukunft verantwortungsvolle Entscheidungen treffen, neue Wege gehen und unsere Arbeit auf einem tragfähigen Fundament weiterentwickeln.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unseren Beirat vorstellen – und ein herzliches Dankeschön sagen.

Dr. Andreas Anton Sozialwissenschaftler und Gemeinderat Trossingen
Raimund Bader Bankdirektor i.R., Lkr Tuttlingen
Michael Danner Heidehof-Stiftung, Stuttgart
Dr. Ingrid Dapp Ärztin i.R. und Vorstand
Albert J. Ebinger Managementberater, Bad Urach
Heinz Gerstlauer Stiftungsvorstand Lechler-Stiftung, Stuttgart
Lea Himmelsbach Unternehmerin, Geschäftsführerin und MBA aus Rottweil
Christian König Geschäftsführer Potsdam und Trossingen
Daniel Link Bäckermeister und Gemeinderat Trossingen
Thomas Maile Betriebsseelsorger i.R., Lkr Tuttlingen
Julia Ritzi Geschäftsführerin Unternehmen in Trossingen
Wilhelm Schreyeck Vorsitzender der Geschäftsführung Agentur für Arbeit a.D. (außer Dienst), Albstadt